Zertifizierungskriterien


CV-Dokument für die Zertifizierung

Um einen Antrag zu stellen, laden Sie bitte das CV-Dokument herunter und senden Sie es ausgefüllt mit dazugehörigen Belegen an den Zertifizierungsausschuss der EURAC. Die Adresse des Ausschusses ist im CV-Dokument angegeben.

Urkunde der Zertifizierung als Heilkundlicher Verkehrstherapeut

Herr/Frau XY ist hiermit berechtigt, die obige Berufsbezeichnung zu führen; er/sie ist befähigt, psychische Störungen mit negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten psychotherapeutisch zu behandeln.

Bescheinigung zur Zertifizierungsurkunde

Der Zertifizierungsausschuss der EURAC a.s.b.l. bestätigt hiermit, dass Herr/Frau XY, geboren am …… in ……. eine den Kriterien und Bestimmungen der EURAC gemäße Ausbildung in heilkundlicher Verkehrstherapie abgeschlossen hat. Der Inhaber/die Inhaberin verfügt damit über eine die Verkehrspsychologie und die Psychotherapie übergreifende und verbindende Qualifikation. Zertifizierungsvoraussetzungen waren:

  • Die Vorlage eines verkehrsverhaltenrelevanten Klassifikations-, Indikations- und Behandlungssystems, dessen Validität und Qualität vom Zertifizierungsausschuss überprüft wurde und bestätigt werden konnte.
  • Die vom Zertifizierungsausschuss mit positivem Ergebnis überprüfte Fähigkeit, die heilkundlich-verkehrstherapeutischen Konzepte in Theorie und Praxis zu beherrschen.
  • Die Vorlage der Dokumente, welche die behördliche Erlaubnis zur Durchführung heilkundlicher Psychotherapie bestätigen.
  • Eine rechtsverbindliche Erklärung, sich den von EURAC festgelegten Bedingungen zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der verkehrs-therapeutischen Qualifikation zu unterstellen und die entsprechenden Maßnahmen zu absolvieren oder im Falle eines Verstoßes gegen diese Regelung diese Zertifizierung zurückzugeben.

Für den EURAC-ZA; Luxbg., Datum/Unterschrift/Stempel

Anforderung der EURAC an die Weiterentwicklung der MPU-Beurteilungskriterien (BK)

EURAC fordert die Ableitung eignungsdiagnostischer Kriterien aus den psychothera-peutischen. Als Basis dient zum Beispiel die psychopathologische Situierung der Verkehrsauffälligkeit und der weiteren Symptomatik.  (1) Erst dann können die BK valide und kongruent auf die therapeutischen oder selbsttherapeutischen Rehabilita-tionsanforderungen bezogen werden. (2) Die entsprechende psychotherapeutisch fundierte Indikationsdiagnostik soll den nachfolgenden therapeutischen Prozess strukturell und motivierend vorbereiten und eine entsprechende psychotherapeutische Prozessdiagnostik ihn begleiten. (3) Die MPU-Vorbereitung wäre im Kern Darstellungs-hilfe individueller therapeutischer  oder selbsttherapeutischer Prozesse. Eine in dem Sinne erfolgreiche MPU-Vorbereitung ist nur in Zusammenarbeit mit gut ausgebildeten kurativen Verkehrstherapeuten zu erzielen.

EURAC-Ausbildungscurriculum (weiterzuentwickelnde und zu ergänzende Themensammlung einer kurativen Verkehrstherapie)

  1. Wissenschaftliche Belege für die psychotherapeutische Behandlungsbedürftigkeit (vor allem Komorbidität)
  2. Zielgruppenspezifische (Alkohol, Drogen,. Punkte) Komorbiditätsstrukturen resp. psychopathologische Situierung
  3. Differenzierte Ausrichtung der psychotherapeutischen Indikationsdiagnostik und Therapieplanung entsprechend der psychopathologischen Situierung
  4. Motivationstherapie für extrinsisch Motivierte
  5. Psychotherapeutischer Umgang mit gesetzlichen, behördlichen, eignungsdiagnostischen Kontextbedingungen
  6. (speziell zu 5) Kongruenz und Kompatibilitätsprobleme zwischen Verkehrstherapie und MPU. Lösungsorientierter Umgang in der Therapie und mit der MPU/den Behörden
  7. (speziell zu 5) Verkehrstherapeutische Umsetzung externer Diagnosen, Erhebungsinhalte, Ratschläge und Auflagen (z.B. MPU)
  8. (speziell zu 5) Die Darstellung verkehrstherapeutischer Arbeiten in Akquisition, Bescheinigungen, als Gerichtsgutachter und durch den Klienten/Paienten
  9. (speziell zu 5) Ausbildung bzw. Vermittlung von Ausbildung bezogen auf problemrelevante Gesetze, Verordnungen, Beurteilungstechniken, Beurteilungs-kriterien, medizinische Grundkenntnisse und Verfahrensweisen (Screenings), Eignungsdiagnostik (z.B. MPU-Hospitationen und Gutachtenanalysen)
  10. Spezifische verkehrstherapeutische Verfahren, Methoden, Techniken (z.B. der entsprechende Fundus der IVT-Hö®)
  11. (speziell zu 10) Therapiebegleitende Diagnostik und therapeutische Standortbestimmungen
  12. Verkehrstherapeutische Supervisionsschulung (Supervisionsmodelle)

Diese Themen könnten als Qualifikations-Module für Ausbildung und Fort-/Weiter-bildung genutzt werden und verdeutlichen den spezifischen Charakter einer verkehrs-PSYCHO-therapeutischen Orientierung. Sie unterstreichen den Mehrwert der EURAC-Qualifikation/Zertifikation. Daran müssen die „Gründerväter“ weiterarbeiten.